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Eine Lehrveranstaltung an der Philipps-Universität Marburg vom WS 1982/83 bis SoSe 2017
Konflikte in Gegenwart und Zukunft

gemeinsam mit dem Fenster ins WWW Zentrum für Konfliktforschung

Archiv zum Schlagwort
Gesundheitsschaden

Position 1: Veranstaltung 2 im Wintersemester 2003-2004
Position 2: Veranstaltung 3 im Wintersemester 2001-2002

 

Veranstaltung 2 im Wintersemester 2003-2004

03.11.2003
 

Skripte etc.

Abstract

Das Uran in der Munition, DU (depleted uranium, abgereichertes Uran), ist zwei Gifte: Chemisch als Schwermetall, physikalisch durch seine radioaktive Strahlung. Gut- und bösartige Erkrankungen von Beschäftigten in der DU-verarbeitenden Industrie zeigen, dass auch hier gilt: Schon Rüstung tötet.

Anhand medizinischer Befunde bei Golfkriegs-Veteranen wird der Frage nachgegangen, ob und wie auch an Kombattanten die chemische Giftwirkung des DU nachweisbar ist.

Alphastrahlen, wie sie die radioaktiven Uranisotope aussenden, haben eine besonders hohe relative biologische Wirksamkeit. Bei der Passage der Erbsubstanz richten sie nicht reparable Schäden an. Wie lassen sich gehäufte Chromosomenschäden bei den Veteranen der Kriege mit Uran-Munition erklären?

Mit welchen Gesundheitsschäden ist in der Bevölkerung uranverseuchter Gebiete langfristig zu rechnen, wenn Befunde epidemiologischer Untersuchungen über die Folgen radioaktiver Tochternuklide des Urans im Trinkwasser beachtet werden?

Das Fazit wird sein: DU-Munition ist ein doppelt vergifteter Pfeil und sollte als Waffe international geächtet werden.

 

 

Veranstaltung 3 im Wintersemester 2001-2002

05.11.2001
 

Skripte etc.

Das Skript des Vortrags finden Sie hier:

waa.pdf
(188 kB)

Links:

 Startseite der WAA La Hague

 Überblick über den Massenfluss bei der WAA

 Blick in ein Lagerbecken für Brennelemente

 

Abstract

Die in Wangershausen bei Frankenberg geplante Wiederaufarbeitung von Brennelementen aus deutschen Atomreaktoren veranlasste die Begründung dieses interdisziplinären Seminars. Die Verlegung der Wiederaufarbeitung nach Frankreich und England hat nun auch dazu geführt, dass Abfangjäger und Boden-Luft-Raketen bei La Hague und nicht in Nordhessen stationiert werden müssen, um deutschen Atommüll zu sichern. Sind damit alle Gefahren gebannt?

Die Verwendbarkeit des erarbeiteten Urans und Plutoniums und die Bilanz des Atommülls werden kurz besprochen. Der Weg der freigesetzten radioaktiven Schadstoffe in und durch die Umwelt bis zu uns wird nachgezeichnet. Die bereits beobachteten und noch zu erwartenden Gesundheitsschäden werden geschildert und der Stellenwert in der gesamten Schadensbilanz der Anwendung von Atomenergie gezeigt.

 

 

Verantwortlich: Link in ISEM Prof. Dr. H. Kuni     Fenster ins www Dank an Wordpress