gemeinsam mit dem
Zentrum für Konfliktforschung
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05.05.2008
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Für den Sozialwissenschaftler in Aktion stellt sich das Problem, zugleich Akteur und kritischer Beobachter zu sein, in großer Schärfe: Die wissenschaftliche und ethische Verpflichtung zur Analyse und Deutung gesellschaftlicher Situationen kollidiert häufig mit den Konsequenzen, die die Adressaten dieser Analysen daraus ziehen wollen. Am Beispiel von Kosovo (UNMIK) und Afghanistan (Hochschulwesen, PRT) werden einige dieser Konflikte so erläutert, dass sie auch sinnvolle Perspektiven für weitere Forschung und die Diskursfähigkeit von Wissenschaftlern und politischen Akteuren eröffnen.
Am Beispiel des Kosovo kann die falsche Platzierung von Ethnien im politischen Kontext (Sicherheitsrat, Quasi-Staatlichkeiten) und die Naivität der mandatierten Staatsgewalt (UNMIK) gezeigt werden, was zu einer Vernachlässigung von gesellschaftlichen Aspekten geführt hat. Dies kann für die gegenwärtige Situation ein schwerwiegendes Problem für die Europäische Union und EULEX werden.
Afghanistan muss seine Modernisierungen erst wieder wahrnehmbar und bearbeitbar machen. Welche Rolle die Nach-Interventionszeit dabei spielt und wie wir uns dazu verhalten können, wird im zweiten Teil des Vortrags erläutert.
Beide Themen werden durch den theoretischen Ansatz der Interventionsgesellschaft miteinander verbunden.