Interdisziplinäres Seminar zu Ökologie und Zukunftssicherung im Sommersemester 2015
gemeinsam mit dem
Zentrum für Konfliktforschung
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20.04.2015
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Die Folien des Vortrags sind hier bereitgestellt:
klimaflucht.pdf
Folien (8,8 MB)
Publikation des Referenten zum Thema:
Using Bayesian belief networks to analyse social-ecological conditions for migration in the Sahel
Im öffentlichen Diskurs um den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Flucht- bzw. Migrationsbewegungen steht oft der Begriff "Flut" im Fokus. Einerseits werden die zu erwartenden Folgen des Klimawandels häufig auf große Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, tropische Wirbelstürme und Fluten eingeengt. Andererseits spielt die "Flüchtlingsflut", die an der europäischen (und nordamerikanischen) Südgrenze "brandet" eine prominente Rolle.
Allerdings beeinflussen nicht allein die genannten Extremereignisse das Leben der Menschen, sondern ebenso führen viele langsame Prozesse zu Umweltveränderungen. Hierbei gilt jedoch, dass eine einseitige Betrachtung der Umweltbedingungen die komplexen Mechanismen hinter sozialen Prozessen, wie Migration, nie vollständig abbilden kann.
Das Projekt micle erforscht, unter welchen sozial-ökologischen Bedingungen Migration stattfindet, und welche Bedeutung Umweltveränderungen und Klimawandel dabei haben.
Beispielhaft wurden in zwei ländlichen Regionen in Mali und Senegal die Wechselwirkungen zwischen ökologischen, sozialen, ökonomischen und politischen Faktoren untersucht, um das Thema "Klimawandel und Migration" jenseits der vereinfachenden Leitbegriffe "Meeres-" und "Flüchtlingsflut" zu diskutieren.