Interdisziplinäres Seminar zu Ökologie und Zukunftssicherung im Sommersemester 2016
gemeinsam mit dem
Zentrum für Konfliktforschung
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18.04.2016
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Die Mitschnitte des Vortrags und der Diskussion sind hier bereitgestellt:
zerreissttuerkei-10.mp3
Vorstellung des Referenten durch Saskia Roeßner, B.A. und Carolin Ziemer (3:26 min, 1,4 MB)
zerreissttuerkei-21.mp3
Vortrag Teil 1 (25:24 min, 10,1 MB)
zerreissttuerkei-22.mp3
Vortrag Teil 2 (20:46 min, 8,3 MB)
zerreissttuerkei-30.mp3
Diskussion (34:23 min, 13,7 MB)
Innerhalb von neun Monaten ist die Wahrnehmung der Türkei rapide umgeschlagen.
Im Juni 2015 gab es manifeste Hoffnungen auf eine dauerhafte Beilegung des bewaffneten Konfliktes zwischen der Regierung und der kurdischen Guerrillabewegung PKK.
Trotz des harten Vorgehens gegen die Protestbewegung um den Gezi-Park (2013) wiesen die Wahlergebnisse eine klare Tendenz zur Demokratisierung und Pluralisierung auf.
Heute ist die Türkei ein Land, das von Bombenanschlägen auf Zivilpersonen ebenso gezeichnet ist wie von der flächendeckenden Zerstörung kurdischer Städte durch dubiose Sondereinsatzkräfte der Staatsmacht. Die Bilder erinnern an Mostar, Grosny und Homs.
Medien und Wissenschaft müssen für ihre Kritik teuer bezahlen, die Justiz scheint nur noch der Unterdrückung von Dissidenz zu dienen, während jegliche Menschenrechtsverletzungen gedeckt werden, bis hin zu sexualisierter Gewalt an Kindern in religiösen Internaten. Gleichzeitig ist das Land für die Bundesregierung von einem kritikwürdigen Außenseiter zu einem wichtigen Bündnispartner avanciert.
Noch ist gar nicht abzuschätzen, was der 'Rückführungsdeal' für Millionen von Menschen bedeuten wird.