Interdisziplinäres Seminar zu Ökologie und Zukunftssicherung im Sommersemester 2011
gemeinsam mit dem
Zentrum für Konfliktforschung
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09.05.2011
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Die Mitschnitte des Vortrags sind hier bereitgestellt:
klimabilanzunimr-21.mp3
Vortrag Teil 1 (26:27 min, 9,1 MB)
klimabilanzunimr-22.mp3
Vortrag Teil 2 (23:23 min, 8,1 MB)
klimabilanzunimr-30.mp3
Diskussion (29:08 min, 10 MB)
Im Vortrag wird die Ausgangssituation der Philipps-Universität Marburg als Betrieb jenseits von Forschung und Lehre beleuchtet.
Der Gebäudebestand der Universität Marburg umfasst derzeit etwa 100 Gebäude mit einer Gesamtnettogrundfläche von rund 380.000 m².
Die historische Entwicklung des Bestands wird kurz skizziert und auf die Besonderheiten hingewiesen. Die Energiebilanz und die daraus resultierende Klimabelastung durch den Gebäudebestand der Philipps-Universität Marburg werden analysiert und mit den anderen staatlichen hessischen Hochschulen verglichen.
Darüber hinaus werden die aktuellen Rahmenbedingungen beim Hochschulbau und -finanzierung erläutert.
Die aus der aktuellen Investitions- und Bauplanung resultierenden potenziellen CO2-Minderungseffekte werden für die Philipps-Universität Marburg abgeschätzt. Ausgehend vom Jahr 2008 als Basis werden mehrere Szenarien für diese zukünftige bauliche Entwicklung entworfen und deren Auswirkungen auf den Energieverbrauch und die damit
verbundenen CO2-Emissionen quantifiziert.
Abschließend wird auf die Struktur der Wärmeversorgung der Universität und deren Optimierungsmöglichkeiten eingegangen.
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16.05.2011
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Die Folien des Vortrags, die Mitschnitte des Vortrags und der Diskussion sind hier bereitgestellt:
solar.pdf
Geschichte und Zukunft einer selbstverwalteten Solarfirma
Folien (5,2 MB)
solar-10.mp3
Vorstellung des Referenten durch Prof. Dr. Hans.-H. Münkner (4:42 min, 1,6 MB)
solar-21.mp3
Vortrag Teil 1 (21:52 min, 7,5 MB)
solar-22.mp3
Vortrag Teil 2 (32:38 min, 11,2 MB)
solar-30.mp3
Diskussion (24:21 min, 8,4 MB)
Die Wagner & Co Solartechnik GmbH in Cölbe ist eines der Pionierunternehmen der Solartechnik in Deutschland, das seit mehr als 30 Jahren Systeme zur Nutzung von Solarwärme und Solarstrom entwickelt, produziert und vertreibt. Es leistet damit einen Beitrag für eine zukunftsfähige und nachhaltige Versorgung aus Erneuerbaren Energien, die auch mithilft, politische Konflikte um Energieressourcen zu entschärfen.
Die Solarfirma, die 1979 als selbstverwalteter Betrieb gegründet wurde, ist auch heute mit über 400 Mitarbeitern ein demokratisch verfasstes Unternehmen im Mitarbeiterbesitz, in dem der klassische Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit nicht gegeben ist. In den mehr als drei Jahrzehnten der Unternehmensentwicklung konnte nicht nur das wirtschaftliche Wachstum aus eigener Kraft bewältigt werden, es wurden auch interne Strukturen und Lösungen entwickelt, mit denen auftretende Interessenunterschiede konstruktiv bewältigt und die Identifikation der Mitarbeiterinnen mit ihrem Unternehmen gewahrt werden konnte.
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30.05.2011
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Die Folien und Mitschnitte des Vortrags und der Diskussion sind hier bereitgestellt:
atomareroverkill.pdf
Folien (1,8 MB)
atomareroverkill-21.mp3
Vortrag Teil 1 (24:11 min, 8,3 MB)
atomareroverkill-22.mp3
Vortrag Teil 2 (19:35 min, 6,7 MB)
atomareroverkill-30.mp3
Diskussion (28:35 min, 9,8 MB)
Der Kalte Krieg ist seit 20 Jahren vorbei. Dennoch gibt es noch immer mehr als 20.000
Atomwaffen weltweit. Viele davon auf U-Booten, binnen Minuten einsetzbar. Abrüstung betreiben wenige, Modernisierung ihrer Arsenale dagegen alle.
Indien, Pakistan, Israel, Nordkorea und Iran sind kaum zu bremsen. Bestehendes Völkerrecht wird von allen Seiten unterschiedlich ausgelegt.
Fukushima hat Atomkraftgegner und -befürworter gleichermaßen wachgerüttelt. Doch wo bleibt der öffentliche Aufschrei, wenn es um Atomwaffen geht? Ohne ihn wird Abrüstung kaum möglich sein. Ist das Problem zu komplex geworden, um wahrgenommen zu werden?
In Vortrag und Diskussion soll gefragt werden, welche atomaren Abrüstungsschritte möglich sind und wie die Bevölkerung wieder dafür gewonnen werden kann.
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06.06.2011
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Ob in Mexiko, auf den Philippinen, in Guatemala oder Nepal, Verletzungen der Menschenrechte sind in vielen Ländern an der Tagesordnung. Neben der Einschränkung der politischen und zivilen Rechte nehmen jetzt auch Verletzungen der wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechte stark zu. Die Gewaltbereitschaft der Akteure ist zum Teil sehr hoch, und staatliche Institutionen sind in die Konflikte involviert, so dass nach Wegen gesucht werden muss, diese Probleme anzugehen.
Die Stärkung der lokalen Zivilgesellschaft ist hierfür ein bewährtes Mittel, um nachhaltig und aus der Gesellschaft heraus demokratische Strukturen zu stärken und Menschenrechtsverletzungen entgegenzuwirken.
Die Arbeit der Organisationen International Peace Observer Network (IPON) und peace brigades international (pbi) orientiert sich an diesem Lösungsansatz. Dieser basiert auf der Annahme, dass zivile und gewaltfreie Begleitung von MenschenrechtsverteidigerInnen einen Beitrag zur Lösung von menschenrechtlichen Konflikten zwischen dem Staat und zivilen Akteuren leisten kann. Die Begleitung – die aus der physischen Präsenz vor Ort, Publikationen und Gesprächen mit lokalen, sowie internationalen Autoritäten besteht – soll die politischen Akteure ihrer Verantwortung für die Einhaltung der Menschenrechte bewusst machen und sie auf die politischen Kosten ihres Handelns hinweisen. Durch das gezielte Informieren der internationalen Öffentlichkeit soll politischer Druck aufgebaut werden.
Um jedoch dieses Instrument der Menschenrechtsbeobachtung / -begleitung anwenden zu können, müssen die politischen Gegebenheiten analysiert und die Grenzen und Herausforderungen erkannt werden. So kann die abschreckende Wirkung der Begleitung von MenschenrechtsverteidigerInnen nur funktionieren, wenn für den Staat durch die Einhaltung der Menschenrechte politischer Nutzen entsteht und die Nichteinhaltung politische Kosten bedeutet.
IPON und pbi würden Ihnen gerne das Konzept der Menschenrechtsbeobachtung als Mittel zur zivilen Konfliktbearbeitung, die Voraussetzungen für das Funktionieren und die Grenzen dieses Konzepts in Form eines Vortrages mit anschließender Diskussion näher erläutern.
Dies soll am Beispiel ihrer Arbeit auf den Philippinen und in Mexiko geschehen.
Theoretische Erläuterungen und praktische Erfahrungen sollen Raum zur Diskussion
und Reflexion über das Thema bieten.
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20.06.2011
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entwicklungspolitik.pdf
Folien (380 kB)
entwicklungspolitik-21.mp3
Vortrag Teil 1 (19:05 min, 7,6 MB)
entwicklungspolitik-22.mp3
Vortrag Teil 2 (24:26 min, 9,8 MB)
Über etliche Jahrzehnte hinweg bestand in der OECD-Welt relatives Einvernehmen darüber, was Entwicklung bedeutet, wie sie am besten zu erzielen ist und was den Entwicklungsländern "gut tut". Die Konzepte veränderten sich, aber der Tenor hinter dem Verständnis von Entwicklung blieb relativ unangetastet.
Heute sieht die Situation anders aus. Sogenannte "aufstrebende Mächte" wie die VR China, Brasilien oder Indien stellen das normative Verständnis des westlichen Konzeptes von Entwicklung zunehmend in Frage. In der Öffentlichkeit wird kritisch über die Wirksamkeit von Entwicklungspolitik diskutiert; die Praxis der Entwicklungszusammenarbeit wird mit Skepsis betrachtet.
Gerät das OECD-Konzept von Entwicklung mit sich selbst und seinen Ansprüchen in Konflikt? Der Vortrag widmet sich – in ebenfalls kritischer und skeptischer Weise – dieser und anderen Fragen von "Konflikten in und um Entwicklungspolitik".
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04.07.2011
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stromkonzerne-21.mp3
Vortrag Teil 1 (30:10 min, 10,3 MB)
stromkonzerne-22.mp3
Vortrag Teil 2 (33:28 min, 11,4 MB)
stromkonzerne-30.mp3
Diskussion (20:43 min, 7,1 MB)
Der Marburger Rechtsanwalt Dr. Peter Becker ist Autor des Buchs "Aufstieg und Krise der deutschen Stromkonzerne". In dem Buch, das von den Journalisten sehr interessiert aufgenommen und sehr positiv rezensiert wurde, wird die Entstehung der deutschen Stromwirtschaft ab dem Ende des 19. Jahrhunderts behandelt. Wagemutige Unternehmer wie Emil Rathenau mit seiner AEG und Huge Stinnes (RWE) gewannen mit dem "fabelhaft zuverlässigen Edison-Licht" die Bürgermeister für die Einführung der Elektrizität. Die Versorger entstanden dann fast alle als staatliche Unternehmen.
So erklärt sich, dass es praktisch keine einengenden Regeln für ihre Monopole gab. Diese Handhabung setzte sich auch nach dem Krieg fort; ihr wurde erst von der EU mit der von ihr erzwungenen Liberalisierung 1998 ein Ende gesetzt. Aber Wettbewerb gibt es gleichwohl bis heute kaum.
Ein Schwerpunkt wird die Geschichte der Atomverstromung und der jetzige Ausstieg nach Fukushima sein. Peter Becker wird erklären, warum das alles so schnell ging, warum es unumkehrbar ist und warum die Konzerne mit ihren Klagen keine Chance haben werden.