Interdisziplinäres Seminar zu Ökologie und Zukunftssicherung im Wintersemester 2012-2013
gemeinsam mit dem
Zentrum für Konfliktforschung
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17.12.2012
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Mitschnitte des Vortrags und der Diskussion sind hier bereitgestellt:
medienundnsu-10.mp3
Vorstellung der Referentin durch Priv. Doz. Dr. Johannes M. Becker (3:21 min, 1,3 MB)
medienundnsu-21.mp3
Vortrag Teil 1 (23:17 min, 9,3 MB)
medienundnsu-22.mp3
Vortrag Teil 2 (15:56 min, 6,4 MB)
medienundnsu-30.mp3
Diskussion (37:40 min, 15,0 MB)
Der sog. NSU konnte darum ein Jahrzehnt unterkannt morden, weil ein vorurteilsgeprägter Diskurs – in Behörden und Medien – von den relevanten Zusammenhängen abgelenkt hat.
Während die Opfer kriminalisiert, ausgegrenzt und ridikulisiert wurden (Stichwort: "Döner-Mord"), blieben die Zusammenhänge um rassistische und rechtsradikale Hintergründe unausgeleuchtet. Seit dem Auffliegen der sog. Zwickauer Terrorzelle im November 2011 leisten unsere Medien einerseits gute Aufklärungsarbeit – an Skandalen von geschredderten Akten bis Pakten mit V-Leuten mangelt es nicht –, gleichzeitig wird das Narrativ von einer Pannenserie aufrecht erhalten. Während inzwischen die Skandalmeldungen rarer werden, werden neue Strukturen zwischen Geheimdiensten und Polizeibehörden geschaffen, die medial ebenso kritisch begleitet werden müssen. Nach einer Rückschau über den medialen Umgang mit den sog. NSU-Morden, werden wir uns auch der aktuellen Berichterstattung analytisch widmen.