Interdisziplinäres Seminar zu Ökologie und Zukunftssicherung im Wintersemester 2014-2015
gemeinsam mit dem
Zentrum für Konfliktforschung
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09.01.2015
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Die Folien des Vortrags und Mitschnitte des Vortrags und der Diskussion sind hier bereitgestellt:
energiewende2025.pdf
Folien (781 kB)
energiewende2025-21.mp3
Vortrag Teil 1 (20:55 min, 8,4 MB) (aus techn. Gründen fehlt der Beginn)
energiewende2025-22.mp3
Vortrag Teil 2 (23:09 min, 9,3 MB)
energiewende2025-30.mp3
Diskussion (26:56 min, 10,7 MB) (Moderation: Prof. Dr. Hans Ackermann)
Die Wirklichkeit der Energiewende ist dezentral – getragen vom Mittelstand, von Kommunen und Bürger_innen. Dadurch haben die beherrschenden Player auf dem Energiemarkt, die großen Stromkonzerne, deutliche Marktanteile verloren. Viele glaubten, dass diese Entwicklung nach der Atomkatastrophe von Fukushima deutlich beschleunigt werden würde. Dies war ein Irrglaube. Im Namen der Energiewende wird seither der Ausbau Erneuerbarer Energien gebremst. Überdies werden die Weichen Schritt für Schritt umgestellt auf noch zentralere Strukturen als sie vor dem Beginn der Energiewende geherrscht haben. Sinnbild hierfür ist der Aufbau einer völlig neuen Netzebene noch oberhalb der Höchstspannung. Dieser sog. Netzausbau wird im energiepolitischen Diskurs zum wichtigsten Punkt der Energiewende heraufbeschworen. Die geplanten Gleichstrom-Trassen (HGÜ) sollen – so die Verheißung – Windstrom vom Norden in den Süden transportieren. Dass in Norddeutschland, in der Nähe der Häfen für Importkohle, auch neue Kohlekraftwerke gebaut werden, bleibt dabei unerwähnt.
Im Jahr 2015 hat die Bundesregierung die "Reform" des Strommarktes auf die Agenda gesetzt. Führender Berater der Bundesregierung ist der Think-Tank Agora Energiewende. Aus dessen Feder stammt die Novelle des Erneuerbare-Energien- Gesetzes 2014, die schon jetzt zum Einbruch des dezentralen Ausbaus der Erneuerbaren Energien geführt hat. In den Jahren 2015 bis 2017 entscheidet sich, ob die Wirklichkeit der dezentralen Energiewende mit einer neuen Energiemarktordnung eine Zukunftschance erhält oder ob mit einem fossilen Strommarktdesign die alte Ordnung wieder hergestellt wird. Die Energiewelt des Jahres 2025 entscheidet sich heute.