Interdisziplinäres Seminar zu Ökologie und Zukunftssicherung im Wintersemester 2007-2008
gemeinsam mit dem
Zentrum für Konfliktforschung
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21.01.2008
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Nach dem Tode von Helmut Ridder (1919-2007), einem der bedeutendsten Leitfiguren der demokratischen Bewegung in der BRD (Vorsitzender des Kuratoriums Notstand der Demokratie und maßgeblicher Mitinitiator des Krefelder Appells), schrieb ausgerechnet die von Ridder wenig geschätzte, aber als Leserforum oft genutzte FAZ am 20. April 2007 in einem Nachruf auf Helmut Ridder, die "deutsche Linke" habe mit Helmut Ridder "einen ihrer bedeutendsten Köpfe verloren".
Friedrich-Martin Balzer unternimmt in seinem Vortrag den Versuch, einige wenige Schneisen in das umfangreiche und von ihm erfasste Gesamtwerk Helmut Ridders (ca. 4.200 Seiten) zu schlagen, die von der Gegenwartsmächtigkeit dieses wissenschaftlichen Politikers zeugen, der auch Mitbegründer der Zeitschrift "Wissenschaft und Frieden" war.
Nach einem kurzen Lebenslauf stehen – auch im Rückgriff auf sein hinterlassenes wissenschaftliches Selbstporträt – die für den normativen Demokratietheoretiker Helmut Ridder zentralen Begriffe "Wissenschaft", "Recht" und "Frieden" im Mittelpunkt. Der Wahlspruch des "aufgeklärten Positivisten" Helmut Ridder, der auch der "Heinrich Heine der deutschen Verfassungsrechtswissenschaft" genannt wird, lautete: Inter revolutionem et restaurationem nihil medium.